Aus dem Revier Una-Bihac

Aus dem Revier Una-Bihac

Mehr oder minder überraschend und folglich kurzfristig stattete ich Bihac, BIH, vom 07.02.2019 bis 10.02.2019 einen Kurzbesuch ab.

Fischen war nicht der Beweggrund, es fehlte aber trotz aller Kurzfristigkeit zum Trotz die Spinnausrüstung nicht, die lag ja offen gesagt schon im Auto, da sie vom letzten Tag am Fischwasser an der Mur nördlich von Graz noch nicht bewegt wurde.

Geworden ist es Huchenfischen in der Una, das geht laut Kontrollorgan auch trotz Schonzeit, wenn man C&R praktiziert. Ich nehme es vorweg, gefangen habe ich keinen Huchen, der Aufreger des Tages war ein Junghuchen der, aus der Uferstrukturkommend, den Köder vor meinen Füßen attackierte. Was hat sich, von meinen ersten Ausflügen an die Una im Jahr 2009 aus betrachtet, im Revier des USR Bihac getan? Neu – zumindest für mich – war die Möglichkeit die Karte direkt beim Kontrollorgan zu kaufen. Vereinbart hat es meine Gattin, mit Englisch oder Deutsch ist da nichts bei „Zele“. Jedenfalls habe ich ihn im Canyon gefunden, statt er mich, als er gerade eine Kontrolle durchführte. Finden ist dort auch nicht schwer, es gibt Platz für Schienen, den Fluss, eine schmale Straße und kleine Parkbuchten alle 500 m. Wer dort zu dieser Jahreszeit parkt, fischt für gewöhnlich oder kontrolliert.

Canyon zwischen Srbljani und Bosanska Krupa

Was kann ich noch berichten, wenn ein Fang versagt blieb. Die Una ist schön, auch wenn man sie seit 10 Jahren jährlich oft mehrmals sieht, der Fluss ist imposant und hat ob seiner stellenweisen Tiefe etwas Mystisches, zumindest für mich etwas Unergründliches und daher etwas Respekteinflößendes. Irgendwie erscheinen mir diese Karstflüsse generell alle so ein bisserl unberechenbar und dieser Fluss ist noch dazu ein Großer.

Was auch nach 10 Jahren unverändert auffällt, es wird noch immer Müll von den Parkbuchten aus Richtung Una entsorgt, wahrscheinlich in der Dunkelheit von Leuten, die zwischen Bosanska Krupa und Bihac oder umgekehrt unterwegs sind. Eine Unkultur oder eine generelle Abstinenz von Kultur bei den Verursachern, dies mag sich der Leser an dieser Stelle aussuchen.

Der bewirtschaftende Verein (USR Una Bihac) hat jetzt einen Webauftritt auch abseits von Facebook, konkret eine eigene Webseite. Dort liest man auch, dass das Revier jetzt in Zonen aufgeteilt ist.

Es ist eher keine leichte Fischerei auf Huchen, wenn man die Gegebenheiten nicht kennt, aber der Fluss ist eine Reise wert. Fliegenfischen auf kleinere Salmoniden kann man in traumhafter Umgebung zwischen Martin Brod und Kulen Vakuf.

Auf dem Bild kann man eine > 1 m Regenbogenforelle erkennen (Revier Martin Brod – Kulen Vakuf). Leider war die Wurfposition bescheiden und der Fisch scheu.

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