Anbieterwechsel in Deutschland

Anbieterwechsel in Deutschland

Fliegenfischen und Stromproduktion haben Berührungspunkte, besonders wenn man sich für einen nachhaltigen und respektvollen Umgang von verschiedenen Interessensgruppen einsetzt. Unter diesem Gesichtspunkt, oder sei es rein monetär, ist natürlich auch der Anbieterwechsel von Interesse. Wie das in Österreich funktioniert haben wir für Sie hier dargestellt, für Deutschland finden Sie den Ablauf in diesem Artikel bzw. auf den verlinkten Seiten gut aufbereitet.

Rund 80 Prozent der Deutschen sind Kunden ihres regionalen Energieversorgers. Wirklich günstiger Strom ist von den ehemaligen Stadtwerken in der Regel jedoch nicht zu erhalten, trotzdem wechseln die meisten Menschen nicht. Zwar wissen viele Deutsche durch Informationsseiten wie Stromkampagne.com, das sie sparen könnten, doch der Aufwand erscheint ihnen zu groß. Tatsächlich liegt diesbezüglich ein großer Irrtum vor.

Die meisten Stromanbieter bieten einen besonderen Service an: Sie übernehmen die Kündigung Ihres alten Vertrags und führen den Wechsel nahtlos durch. Zu einem Versorgungsausfall kommt es natürlich nicht, faktisch werden Sie vom Wechsel nichts merken. Sie müssen lediglich drei Dinge tun:

  1. Sie müssen die Kündigungsfrist Ihres bisherigen Versorgungsvertrags recherchieren. Bei den meisten Energieversorgern handelt es sich um zwei Wochen. Die Zeiten können aber auch länger sein - ein Monat oder sogar sechs bis zwölf Monate.
  2. Sie müssen dem neuen Energieversorger eine Vollmacht ausstellen, dass er Ihren bisherigen Vertrag kündigen darf. In der Regel können Sie diese einfach online mit Bestellung des neuen Stromtarifs (meist über ein Vergleichsportal) elektronisch ausstellen. Unterschrift und Schriftverkehr sind für den Wechsel nicht erforderlich.
  3. Am Tag des Wechsels müssen Sie den Zählerstand ablesen und diesen Ihrem alten und neuen Anbieter mitteilen, so dass beide korrekt abrechnen können.

So finden Sie einen seriösen Stromanbieter:

Wichtig ist, dass Sie einen seriösen Anbieter auswählen. Die Verbraucherzentralen haben einige Hinweise zusammengestellt, durch die Sie seriöse Anbieter von den schwarzen Schafen unterscheiden können:

  1. Preisgarantien: Seriöse Anbieter garantieren Ihnen wenigstens für zwölf Monate den Strompreis. Beachten Sie dabei, dass die Garantie in der Regel nur auf einen Teil des Strompreises gilt, der sich aus verschiedenen Komponenten zusammensetzt.
  2. Bonuszahlungen werden schnell ausgezahlt: In Aussicht gestellte Bonuszahlungen für den Stromanbieter-Wechsel werden direkt nach Ende der vertraglichen Widerrufszeit ausgezahlt und nicht erst Monate nach Vertragsende.
  3. Transparente Berechnung von Strompaketen mit Wechselmöglichkeit: Häufig können Sie Strompakete sehr günstig erwerben. Wenn Sie mit dem Paket nicht auskommen, folgen für zusätzlichen Strom oft heftige Preisaufschläge. Seriöse Anbieter offenbaren, wie sich die Preise bei Strompaketen zusammensetzen und räumen einfache Tarifwechsel-Möglichkeiten ein. Generell sind Strompakete für die meisten Kunden nicht empfehlenswert.
  4. Bezahlen Sie nie per Vorauskasse. Geht der Anbieter pleite, sind die Chancen, dass Sie Ihr Geld zurückbekommen, gering.
  5. Recherchieren Sie generell vorab im Internet über Ihren neuen Anbieter in Spe und informieren Sie sich über die Erfahrungen anderer Verbraucher mit diesem Dienstleister.

Gastartikel von Ralf Scherer, Foto: Pixabay

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